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Das MUSEU HISTÓRICO VISCONDE DE SÃO LEOPOLDO befindet sich in São Leopoldo. Diese Stadt ist die Wiege der deutschen Einwanderung in das Bundesland Rio Grande do Sul, das am südlichen Zipfel Brasiliens liegt. Daher wird es auch MUSEUM DER EINWANDERUNG benannt. In der Nähe dieser Ortschaft, in der sogenannten IMPERIAL FEITORIA DO LINHO-CÂNHAMO (KAISERLICHE LEINEN- UND HANF-FAKTOREI - jetzt bekannt als FEITORIA VELHA - ALTE FAKTOREI), wurden am 25. Juli 1824 die ersten deutschen Einwanderer - von der Kaiserlichen Regierung Brasiliens in Deutschland angeheuert - untergebracht. Der ausserordentliche Beitrag der deutschen Einwanderer für die wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung der neuen Heimat, ebenso wie für Schulwesen, Sport und Vereinsleben, sollte in einem Museum festgehalten und bezeugt werden. Gleichzeitig sollte ein Kultur- und Forschungszentrum, sowie eine Bildungsstätte für die neue Generation entstehen. |
Das gesamte Gebiet der ursprünglichen "Deutschen Kolonie São Leopoldo" - das heute zehn Landkreise umfasst, förderte dies Anliegen. Am 20.September 1959 wurde das Museum gegründet - ein gemeinnütziger Verein, getragen von freiwilligen Beiträgen der Mitglieder.
Der Präsident der damaligen Provinz São Pedro do Rio Grande, José Feliciano Fernandes Pinheiro, Gründer von São Leopoldo, wies den Neuankömmlingen die obengenannte Feitoria Velha als erste Unterkunft zu. Für seinen Einsatz zur Besiedlung des Landes durch Einwanderer wurde ihm seinerzeit der Adelstitel VISCONDE DE SÃO LEOPOLDO verliehen. Das Museum wurde nach ihm benannt - eine spätere Ehrung seiner Verdienste.
Das Museum enthält Gebrauchsgegenstände der Einwanderer und ihrer Nachkommen (Werkzeuge, Waffen, Bekleidung, Spielzeug, Möbel) - Bibeln und andere Zeugen aus dem kirchlichen Leben - Schulbücher - Fahnen und Trophäen der Vereinigungen - Sammlungen von Múnzen und Briefmarken, sowie Kunstwerke. Geschichtsforscher finden in der Bibliothek und den Archiven von Dokumenten und Photographien reichhaltiges Quellenmaterial. Die Genealogische Abteilung wird von Ahnenforschern viel in Anspruch genommen.
Das Gebäude der FEITORIA VELHA wurde restauriert und steht unter Denkmalschutz; seine Räumlichkeiten bieten dem Besucher einen Einblick in die Lebensweise der ersten Einwanderer.
Im Jahre 1998 empfing das Museum 14683 Besucher, davon 5361 Schüler aus 135 Schulen des Umkreises (einschliesslich der Landeshauptstadt Porto Alegre). Die Schulklassen erhalten in seinen Räumen anschaulichen Geschichtsunterricht. Vier Konzerte fanden1989 im Museum statt.
Postanschrift:
MUSEU HISTÓRICO "VISCONDE DE SÃO LEOPOLDO"
Av. D.João
Becker, 491
93010-010 -
SÃO LEOPOLDO - Rio Grande do Sul - BRASILIEN
Tel. (51) 3592.45.57
Leiter: Prof.
Telmo Lauro Müller
Fundado
em 20/09/1959 pelos Municípios de Campo Bom, Feliz, Montenegro,
Nova Petrópolis, Novo Hambrugo, Rolante, São Leopoldo, São
Sebastião do Caí, Sapiranga e Taquara.
CGC
96.760.418/0001-76 - INSS 19-188.01.656/25 - Sec. Trab. Ação
Social Nº 375
Cons.
Federal de Cultura Cad. Nº 1240 - Utilidade Pública Federal
Dec. Nº 95731 de 12/02/1988
Cons.
Estadual de Cultura Cad. Nº 6 - Utilidade Pública Estadual
em 29/06/1978, D. O. em 04/07/1978
Cons.
Nacional Serv. Soc. Nº 118.717/61 - Utilidade Pública Municipal
Dec. Nº 524 de 19/09/1969
Entidade
de Fins Filantrópicos Nº 258.676/77
- FOTOGRAFIAS -

Fundado
em 20/09/1959, o Museu inaugurou a primeira etapa de sua nova sede em 25/07/1985.

Vista
interna do Museu. À esquerda, a liteira da Viscondesa de São
Leopoldo; à direita, réplica da estátua de Sankt Leopoldo
(Viena/Áustria) - São Leopoldo, padroeiro da Imperatriz Leopoldina,
dele vem o nome da cidade berço da imigração alemã.
Ao fundo, púlpito em cedro esculpido por dois imigrantes artesãos
e que pertencia à Igreja Matriz de São Leopoldo.

Casa
da Feitoria do Linho-Cânhamo (1788), primeiro abrigo dos imigrantes
alemães, chegados em 25/07/1824, e fundadores de São Leopoldo.

Quadro
de Ernst Zeuner sobre a chegada da primeira leva de imigrantes alemães
em 25/07/1824, às margens do rio dos Sinos, hoje cidade de São
Leopoldo.